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Kreisvorsitzende Regina Ertl

Bischof Oster schießt weit übers Ziel hinaus: LINKE findet die Kritik an Flachsbart völlig überzogen und die Wortwahl gefährlich

Bezugnehmend auf den PNP Artikel vom 18.09.2020 über die Kritik von Bischof Stefan Oster an Maria Flachsbart (CDU) erklärt die Kreissprecherin der LINKEN Passau, Regina Ertl: „ Wir wissen, dass Herr Oster zum ultra-konservativen Block der deutschen Bischöfe gehört, und was er unter kompromisslosen Lebensschutz versteht. Nicht zuletzt nahm er 2019 am sogenannten Marsch des Lebens teil. Ein Sammelbecken von Gegner*innen von Schwangerschaftsabbrüchen, die Hand in Hand mit zahlreichen Politiker*innen der AfD und des rechtsextremen Flügels, Antifeministen und anderen rückwärtsgewandten Kräften jährlich gemeinsam demonstrieren. Egal ob bei diesem Thema oder bei dem Thema Corona-Kritik gilt: Mit Rechtsextremisten demonstriert man nicht. Es bleibt aber Bischof Oster überlassen, wie er das mit seinem Gewissen vereinbart. Stehen doch viele der Akteure dieser Bewegung nicht für Nächstenliebe und Solidarität. Völlig überzogen ist aber seine Wortwahl, mit dieser er die Stimmung anheizt. Wenn ich bedenke, dass immer wieder Ärztinnen und Ärzte von radikalen Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern bedroht werden, sogar in den eigenen vier Wänden, empfehle ich Herrn Oster mal über folgende Worte nachzudenken: Sprache schafft Denken und Denken führt auch zu Taten.“

Wie die LINKEN-Politikerin weiter mitteilt, habe Maria Flachsbart als Vorsitzende des deutschen katholischen Frauenbundes ein Zeichen dafür gesetzt, dass die Frauenhilfe und die Gesundheitsversorgung für Frauen deutlich ausgebaut werden müssen. Das Thema Schwangerschaftsabbruch und vor allem die Entscheidung zum Abbruch obliegt der Selbstbestimmtheit der Frau und diese Selbstbestimmtheit muss gestärkt werden. 
„Das Handeln der sogenannten Lebensschützer ist scheinheilig, denn sie verdammen die Frauen, die eine schwere Entscheidung treffen müssen. Dabei ist ihnen egal, ob es um die Gesundheit der Frau geht oder in welcher Notlage sie sich befinden und deshalb bieten sie den betroffenen auch keine Lösung an“, so Ertl abschließend.