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Coronabedingter Finanzengpass beim Frauenhaus: DIE LINKE fordert Stadt zum Handeln auf

Nach dem jüngsten Bericht zum finanziellen Engpass beim Passauer Frauenhaus in Folge der Corona-Pandemie fordert DIE LINKE die Stadt zum raschen Handeln auf. Sie verweist auf den Antrag des LINKEN-Stadtrats Josef Ilsanker, wonach die Stadt 20.000 Euro zusätzlich für Einrichtungen und Vereine der Frauenhilfe zur Verfügung stellen soll. Regina Ertl, Mitglied im Kreisvorstand der Passauer LINKEN, sieht die Forderung ihrer Partei nach finanziellen Hilfen durch die Schilderungen der Frauenhaus-Vorsitzende Hildegard Stolper bestätigt: „Es zeigt sich deutlich, dass besonders Frauen in der Corona-Krise zu leiden haben. Einerseits, da sie gut Zwei Drittel der Beschäftigten in den sogenannten systemrelevanten Berufen ausmachen, andererseits da sie während des coronabedingten Lockdowns vermehrt von häuslicher Gewalt betroffen waren.“ Die Aussage der Frauenhaus-Vorsitzenden, wonach ihr Haus zurzeit voll sei, belege dies und mache deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf bestehe. Daher müsse der Antrag zur Frauenhilfe dringend im Stadtrat bzw. in den Ausschüssen für Soziales und Senioren und für Kinder, Jugend und Familie behandelt werden.

„Im Stadtrat muss nun ein fraktionsübergreifendes Konzept entwickelt werden, wie man den Vereinen der Frauenhilfe, denen die Spenden massiv weggebrochen sind, unter die Arme greifen und aus der Krise bringen kann“, fordert Ertl. „In dieser schwierigen Situation muss die Stadt helfen, damit die Angebote, die gerade in der Krise von Frauen noch einmal in besonderem Maße benötigt werden, aufrecht erhalten oder sogar noch ausgebaut werden können.“ Schließlich müsse es gewährleistet sein, dass die Einrichtungen und Vereine ihre Hilfs- und Beratungsangebote auch weiterhin anbieten können, da sie damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben leisten.