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DIE LINKE: An Straßenumbenennung führt kein Weg vorbei – DIE LINKE kritisiert Antrag von SPD, CSU, FW und FDP zur Causa Watzlik und Matheis als inkonsequent

Die Passauer LINKEN kritisieren den Antrag der städtischen Mehrheitsfraktion aus SPD, CSU, FW und FDP als inkonsequente Scheinlösung, da die Fakten in der "Causa Matheis“ seit Jahren auf dem Tisch lägen und die Stadt lediglich auf Zeit spiele. Es sei laut LINKEN-Kreisvorsitzenden Dennis Neubert eine große Enttäuschung, wie hier mit der NS Vergangenheit einiger „Ehrenbürger“ umgegangen werde. Neubert: „Der aktuelle Antrag vermittelt den Bürgern den Eindruck, a bisserl Nazi ist nicht so schlimm, das regeln wir mit einem kleinen Hinweisschild.“ Neubert hält dieses Vorgehen für falsch und auch für eine gefährliche Verharmlosung derjenigen, die für das NS-Regime standen, für diese menschenverachtende Ideologie warben und andere zum Handeln motivierten. Er fragt nach: „Was wird jetzt eigentlich aus der im Sommer angekündigten Einsetzung eines Expertenrates und warum gibt es jetzt diese Kursänderung? Hier drängt sich mir der Gedanke auf, dass man wohl dessen Entscheidung fürchtet, insbesondere wenn man bedenkt, dass bei einer Bürgerversammlung zur Kommunalwahl bereits der aktuelle Vorschlag als Maßnahme angekündigt wurde und die Umbenennung der Max-Matheis-Straße ausgeschlossen wurde.“

Erst am 9. November hätten die Bürgerinnen und Bürger an die Reichspogromnacht erinnert und den Opfern der NS-Regimes gedacht, vielerorts wurde vor denen gewarnt, die für den Nationalsozialismus das Feld bestellt haben und es wurde ebenso davor gewarnt, dass auch im Jahr 2021 die Gefahr immer noch nicht gebannt sei. „Für uns ist es unverständlich, warum dann solche Menschen weiter geehrt werden, indem sie Namensgeber für Passauer Straßen sind, egal ob nun Schilder auf deren Vergangenheit hinweisen oder nicht. Ebenso unverständlich ist es, warum die Stadt Passau in Sachen Straßenumbenennung hinter ihre eigenen Standards zurückfällt. Vor über 20 Jahren, bei der Umbenennung des Schrönghamerwegs, benannt nach dem Antisemiten und Heimatdichter Franz Schrönghamer-Heimdal, war die Stadt weniger zimperlich. Damals hat die Stadt die Kosten der Anwohner infolge der Straßenumbenennung übernommen und es ist an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen im Stadtrat diesen Vorgang in Erinnerung rufen. Wir halten daher an unserer langjährigen Forderung fest und werden einen Antrag in den Stadtrat einbringen, der die Umbenennung der Max-Matheis-Straße fordert“, erklärt Neubert.

Der LINKEN-Kreisvorsitzende abschließend: „Wenn man sich schon wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Sturm so sehr fürchtet, dass der Name Max Matheis in Vergessenheit geraten könnte, warum geht man dann nicht den umgekehrten Weg? Man gibt der Straße einen neuen Namen und bringt ein Hinweisschild an, welches erläutert, wie die Straße früher hieß und warum man sich dazu entschlossen hat, sie umzubenennen. Einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte steht eine Straßenumbenennung jedenfalls nicht im Weg.“