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„Equal Pay Day“ am 07. März: „Frauen leisten mehr für weniger“ – Strukturelle Ungleichheit muss endlich bekämpft werden!

Kreisvorsitzender Dennis Neubert

Der „Equal Pay Day“, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und macht auf die Ungleichbezahlung der Geschlechter aufmerksam, den sogenannten „Gender Pay Gap“. Heuer fällt der „Equal Pay Day“ auf den 07. März. „Das bedeutet nicht anderes, als dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen 66 Tage lang umsonst arbeiten“, erklärt Dennis Neubert, Kreisvorsitzender der Passauer LINKEN, die Bedeutung dieses Datums. „Steigende Energiekosten, hohe Mieten und viel zu geringe Löhne treffen sowohl in der Pandemie, aber auch vorher schon die Menschen besonders hart, die oft in lebensrelevanten Berufen wie Pflege, Erziehung, Einzelhandel und Reinigung arbeiten und zeitgleich auch noch daheim die unbezahlte Sorgearbeit wie Kinderbetreuung oder häusliche Pflege verrichten müssen. In der Mehrheit sind dies Frauen. Und trotzdem gilt nach wie vor: Frauen leisten mehr für weniger. Frauen verdienen im Jahr 2022 immer noch 18 Prozent weniger als Männer, was bedeutet, dass eine Frau von jedem Euro, den ein Mann verdient, nur 82 Cent erhält. Damit ist Deutschland EU-weit auf einem der schlechtesten Plätze: Nur in Österreich, Lettland und Estland ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern noch größer. Der Gender Pay Gap ist jedoch keine statische Frage, der einmal im Jahr gesonderte Aufmerksamkeit zuteil werden sollte, sondern Ausdruck einer strukturellen Ungerechtigkeit, die endlich konsequent bekämpft werden muss.“

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit und im Niedriglohnsektor. Das schlage sich auch auf die Rente nieder. „Altersarmut ist in Deutschland weiblich, Frauen sind deutlich häufiger als Männer im Alter auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – knapp 60 Prozent der Bezieher*innen von Grundsicherung im Alter sind weiblich. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Im Gegenteil, es muss sich endlich ändern. Wir brauchen ein verbindliches Entgeltgleichheitsgesetz und die nötigen Kontrollen, um es auch tatsächlich durchzusetzen“, fordert Neubert. Notwendig sei eine entschlossene Politik, die prekärer Beschäftigung und dem Niedriglohnsektor einen Riegel vorschiebe. DIE LINKE stehe außerdem an der Seite der Gewerkschaften und unterstütze deren Einsatz für flächendeckende und gerechte Tarifverträge. „Sie sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Lohnungleichheit“, so Neubert.