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Fahrpreiserhöhungen sind schlecht für Mensch und Umwelt.

Viele Bürger sind empört über Fahrpreiserhöhungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das gilt für die Bahn wie für die Stadtwerke Passau. Zu den am 1. September erhöhten Ticketpreisen der Stadtwerke Passau erklärt Linken-Landtagskandidat Josef Ilsanker: „Bus fahren in Passau wird immer teurer. Und das, ungeachtet der Tatsache, dass auch die Stadt Passau mit einem Verkehrs- und damit einem beklagenswerten Abgas- und Feinstaubproblem zu kämpfen hat.“ Ilsanker sagt weiter: „Gerade Menschen, die aufgrund eines geringen Einkommens auf den Bus angewiesen sind, werden durch die ständigen Fahrpreiserhöhungen unangemessen belastet. Verschärfend kommt hinzu, dass durch steigende Mieten immer mehr ältere Menschen und Familien an den Stadtrand verdrängt werden und dort aufgrund einer deutlich schlechteren sozialen Infrastruktur ebenfalls vermehrt auf einen guten und kostengünstigen ÖPNV angewiesen sind. Die erneute Anhebung der Fahrpreise ist zudem ein völlig falsches Signal an Menschen, die willens sind, vom Auto auf den Bus umzusteigen. Die Verantwortlichen der Stadt und der Stadtwerke müssen endlich den Willen zeigen, die Tarife wenigstens stabil zu halten und die Bedienung der Stadtrandgebiete – auch wenn die Busse nicht ständig überfüllt sind -auszuweiten, z.B. durch Nachtbusse und Anrufbusse.“
Ilsanker verlangt: „Das Land Bayern -das sich eine Vielzahl von kostspieligen und äußerst fragenwürdigen Straßenprojekte leistet- und der Bund müssen die Kommunen endlich bei der Schaffung eines guten und kostengünstigen ÖPNV unterstützen. Das Modellprojekt zur Reduzierung von Ticketpreisen im ÖPNV in den Städten Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen zielt in die richtige Richtung, ist aber viel zu klein gedacht.“ Der Kandidat erklärt weiter: „Angesichts von Luftverschmutzung und Staus in den Innenstädten und des unzureichenden Ausbaus des ÖPNV in ländlichen Gebieten müssen alle Kommunen in die Förderung aufgenommen werden. Dazu ist eine deutliche Aufstockung der entsprechenden Haushaltsmittel des Landes Bayern und des Bundes nötig. Die LINKE fordert einen Milliardenfond, um den Ausbau des ÖPNV langfristig zu fördern und eine stufenweise Senkung der Fahrpreise bis hin zum Nulltarif auszuarbeiten. Der Fond kann aus den Einnahmen, der von der Linken geforderten Sanktionszahlungen der Automobilhersteller wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen, in Höhe von 12,8 Mrd. Euro finanziert werden.“
Landtagskandidat Ilsanker abschließend: „Eine deutliche Stärkung des ÖPNV hilft dem ländlichen Raum, ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe und trägt wesentlich zum Umweltschutz bei: Die Stickoxid (NOx)-Werte sowie der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) werden gesenkt und die Stauproblematik im Straßenverkehr reduziert.“