Zum Hauptinhalt springen

Josef Ilsanker und Regina Ertl führen DIE LINKE als Spitzenduo in die Kommunalwahl

DIE LINKE. Passau nimmt Kurs auf das Rathaus. Am Wochenende wählten die Mitglieder die Kandidat*innenliste für die Passauer Stadtratswahlen. Die Liste führt das Spitzenduo Ilsanker Josef und Regina Ertl an. Ilsanker wurde von den Mitgliedern zudem in das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters geschickt. DIE LINKE will zusammen mit ihren Kandidat*innen die Stadtpolitik in Bewegung versetzen und wird für einen sozialökologischen Wandel unter dem Motto: „Ein Passau für Alle“ eintreten.

Aufstellungsversammlung schickt Gewerkschaftssekretär Josef Ilsanker ins Rennen um das Oberbürgermeister Amt
 

Am Wochenende hatte die Passauer LINKE zur Aufstellung ihrer Kandidat*innenliste für die Stadtratswahl und zur Nominierung ihres Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters eingeladen. Die Mitglieder der Passauer Linken wählten den 44-jährigen Gewerkschaftssekretär Josef Ilsanker einstimmig auf Platz eins der Liste und schickten ihn ebenfalls einstimmig ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Ilsanker betonte bei seiner Vorstellungsrede, dass er zusammen mit der 25-jährigen angehenden Heilpraktikerin Regina Ertl ein gleichberechtigtes Spitzenduo bilde. Regina Ertl, die ebenfalls einstimmig auf Platz zwei gewählt wurde, gab an, dass ihr als Mutter eines einjährigen Sohns die Situation von Müttern und jungen Familien besonders am Herzen liege. Sie hat selbst feststellen müssen, wie schwer es für junge Familien ist, eine bezahlbare Wohnung in der Stadt zu finden. Das Spitzenduo gab die Losung aus, dass die LINKE die Stadtpolitik sozialökologisch in Bewegung setzen wird. „Wir müssen Passau gestalten statt verwalten“, so Ertl. Für Ertl sei hier besonders wichtig, dass die städtische Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft (WGP) für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen muss. Ilsanker ergänzt dies bei seiner Rede mit den Worten: „Dieser Wohnraum müsse natürlich eine moderne klimafreundliche Heizung haben“. Dabei erinnerte er daran, dass die WGP Wohnungen ohne Heizungen vermietete und die Führungsebene der WGP Heizungen als hohen Komfort bezeichneten. Zudem forderte er eine konsequente und für Mieter*innen kostenneutrale energetische Sanierung des Wohnungsbestandes der WGP.  
Für das Spitzenduo könne die Stadt Passau zahlreiche sozialökologische Impulse als Auftraggeber und Arbeitgeber setzen, ob bei der Reduzierung des Plastikmülls, dem Einkauf biologisch und nachhaltig produzierter Waren oder der Mülltrennung in der Altstadt. Oberbürgermeisterkandidat Ilsanker betonte: „Ein Bürgermeister muss die Stadt mit den Menschen zusammen gestalten und nicht von oben herab verwalten. Dazu gehört für mich auch, dass die Angestellten städtischer Unternehmen besser Gehör finden und dass der anstehende Schuldenabbau bei den Stadtwerken nicht auf dem Rücken der Beschäftigten vollzogen wird.“ Dabei schloss Ilsanker auch Teilprivatisierungen aus.

Auf Platz drei wählten die Teilnehmer*innen die 24-jährige medizinische Fachangestellte Nadine Schleiss und auf Platz vier den Bezirksrat und Rechtsreferendar Kai Hofmann (34). Beide sprachen sich für eine Verkehrswende aus. Sie stehen für einen Stadtbus, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Dazu gehöre auch der Auf- und Ausbau des Wochenend- und Nachtverkehrs. Mit Mobilitätszentren soll der Einpendler-Verkehr eingedämmt werden. Laut Kai Hofmann, der auch Mitglied beim ökologischen Verkehrsclub VCD ist, soll zukünftig der Fahrradmobilität mehr Priorität eingeräumt werden, z.B. durch Fahrradschnellwege in und durch Passau.  Das Spitzenteam runden die 64-jährige Angestellte und ehemalige Personalrätin Gerlinde Hartmann und der Lehrbeauftragte Martin Ascher, der sich als Historiker unter anderem für die Umbenennung der Max-Matheis-Straße einsetzt, ab.
Wie die Linken mitteilen, bilde ihre Liste ein breites gesellschaftliches Spektrum ab, für die man ein vielfältiges Politikangebot erarbeitet habe und dieses konstruktiv im Stadtrat umsetzen will. So finden sich auf der Liste, z.B.  die in der Flüchtlingshilfe aktive Studentin Ruth Thüsing, der BOS Schülersprecher Robert Stadler, der Diplom-Psychologe Florian Brunner, die Sozialarbeiterin Sabine Mandel, der Textilreinigermeister Thomas Sommer, der ehemalige IG Metall Gewerkschaftssekretär Werner Kneuer und der ehemalige PNP-Journalist und Förderer der Europäischen Wochen Hermann Schmidt, wieder. Ob Arbeitnehmer*innen, Rentner*innen oder Studierende, man arbeite gemeinsam für einen sozialökologischen Politikwechsel unter dem Motto: „Ein Passau für Alle“.

 

Im Anschluss finden sie unter Dateien unsere vollständige Kandidat*innenliste

Dateien