Zum Hauptinhalt springen

Landkreis Passau belegt vorderen Platz bei den Niederiglöhnen – DIE LINKE fordert umfassende Offensive für gute Arbeit

Der DGB Bayern hat in Kooperation mit dem Institut Arbeit und Qualifikation einen Report über den Niedriglohnsektor in Bayern veröffentlicht. Die zentrale Erkenntnis: Knapp eine Million Beschäftigte in Bayern arbeiten im Niedriglohnsektor.

Dazu Dennis Neubert, Kreisvorsitzender der Passauer LINKEN: „Wenn etwa 17% der Beschäftigten in Bayern im Niedriglohnsektor arbeiten, dann ist das das Ergebnis der arbeitnehmerfeindlichen und unsozialen Regierungspolitik der letzten Jahrzehnte. Gegen den Niedriglohnsumpf braucht es eine Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro ohne Ausnahmen sowie die Abschaffung von Befristungen ohne sachlichen Grund, Leiharbeit und den Missbrauch von Werkverträgen. Insbesondere müssen die Tarifverträge gestärkt werden, indem sie leichter für allgemeinverbindlich erklärt werden.“

Laut dem DGB-Report belegt der Landkreis Passau mit einem Niedriglohnrisiko von 24,3 % einen vorderen Platz unten den Städten und Landkreis mit dem höchsten Risiko. „Auf der Liste der Städte und Landkreise mit dem höchsten Niedriglohnrisiko belegt der Landkreis Passau einen traurigen siebten Platz. Die Beschäftigten hier sind damit besonders von der unsozialen Politik der vergangen Jahre betroffen. Daher fordern wir auf allen Ebenen eine umfassende gesetzliche Offensive für gute Arbeit“, so Neubert.

Auch kommunal müsse sich der Landkreis Passau als Arbeitgeber vorbildlich verhalten und dürfe öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen vergeben, die Tariflohn zahlen. Durch ein Tariftreuegesetz sollte das Land Bayern sich genauso verhalten. Dafür müsse sich auch der Landkreis Passau etwa über den Bayerischen Landkreistag einsetzen.


Den angesprochenen Bericht finden Sie hier:
https://bayern.dgb.de/presse/++co++5aab5848-29d9-11eb-9b3e-001a4a160123​​​​​​​