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LINKE. will Touristen und Radfahrer im Bereich der Schiffsanlegestellen besser schützen

LINKE. fordert eigenen Radweg an der Donaulände

Wie die Beschilderung ausweist, führt der Donauradweg entlang der Schiffanlegestellen. Das führt zu Problemen für die Radfahrer, wie DIE LINKE. Passau in ihrem Brief an Oberbürgermeister Jürgen Dupper und den Leiter des Ordnungsamtes Josef Zacher feststellt. Die komplette Fläche sei immer wieder blockiert von Besuchergruppen, die auf ihre Stadtführer warten. Busse und Lieferverkehr parken ungeregelt entlang der Lände sodass beim Ent- und Beladen dann auch noch die letzten freien Bereiche blockiert werden. Für DIE LINKE stellt diese ungeregelte Verkehrssituation eine Gefährdung für Touristen und Radfahrer da. Insbesondere, da sich weder die von den Kreuzfahrtschiffen gestellten Stadtführer noch das dort eingesetzte Sicherheitspersonal für ein gefahrloses Miteinander von Touristen und Radfahrern interessieren. Der Vorsicht der Radfahrer sei es zu verdanken, dass es noch nicht zu schwereren Unfällen gekommen sei. Viele Touristen reagieren nicht auf das Läuten der Fahrradglocken, tragen Audiogeräte oder sind einfach unaufmerksam.
 
In seinem Brief schildert der Kreisvorsitzende der Linken Passau, Josef Ilsanker, die oft chaotischen Situationen und belegt diese mit Bildern. Besonders im Bereich der Anlegestelle A14 sei es oft nicht einmal möglich mit dem Rad schiebend an den Touristen vorbei zu kommen. Dazu erklärt Ilsanker: „Als Radfahrer, der diesen Bereich mehrmals täglich befährt, sind mir die Probleme bestens bekannt. Die aktuelle Situation trägt zu keinem guten Miteinander von Touristen und Bevölkerung bei und gefährdet beide Gruppen. Selbst musste ich erleben, wie sich Stadtführer (Teil der Besatzung) über Radfahrer lustig machten, anstatt ihre Gäste auf die Radfahrer aufmerksam zu machen und für eine Durchfahrtmöglichkeit zu sorgen. Auch beim Beladen der Busse wird keine Rücksicht genommen. Koffer versperren auf voller Breite den Weg, Gangways und Schläuche verengen die Promenade zusätzlich. Natürlich haben wir mit unserem Schreiben auch Lösungsvorschläge unterbreitet. Wir fordern einen durch Polder/Begrenzer abgetrennten Radweg. Wo dies nicht möglich ist, soll der Radweg flächendeckend farblich markiert werden.  Das Ent- und Beladen der Busse soll auf dem Busparkplatz stattfinden. Für Touristengruppen und ihre Stadtführer sollen Sammelpunkte eingerichtet und der Lieferverkehr geregelt werden. Eine Verlegung des Radverkehrs auf die Straße ohne abgetrennte Radspur darf aber kein Lösungsansatz sein.
 
Wer ständig die Förderung der Fahrrad- und E-Bike Mobilität propagiert, muss auch einmal im
Altstadtbereich für ausreichende Fahrradinfrastruktur sorgen. Die Behebung dieses Verkehrschaos im Bereich des Donauradweges würde sicher auch den Ruf der Stadt in Sachen Fahrradfreundlichkeit verbessern“, so Ilsanker abschließend.