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Öffentlichen und genossenschaftlichen Wohnungsbau fördern

Regina Ertl: Wartelisten belegen Misere auf Passauer Wohnungsmarkt

Nach dem PNP Bericht über die Jahreshauptversammlung der Wohnungsgenossenschaft Passau eG (Wogeno)und der Veröffentlichung, dass alleine bei der Wogeno 435 Personen auf eine Wohnungen warte, fordern die Passauer Linken erneut die Förderung des öffentlichen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Dazu erklärt die Spitzenkandidatin für die Stadtratswahlen Regina Ertl: „Die Warteliste der Wogeno sowie andere Genossenschaften und der WGP belegen die Misere auf den Passauer Wohnungsmarkt. Es wird zwar gebaut, aber es fehlt an bezahlbaren Wohnraum.“ Einen Grund hierfür sieht Ertl in der fehlgeleiteten städtischen Wohnungspolitik.  Die Spitzenkandidatin der Passauer Linken weiter: „ Wer für bezahlbaren Wohnraum sorgen will, darf den Wohnungsmarkt nicht den Privatinvestoren überlassen, außerdem muss man Maßnahmen gegen die rasant steigenden Bodenpreise ergreifen.“ Ertl zufolge sind gerade die stark steigenden Bodenpreise der Grund dafür, dass Genossenschaften und sozial orientierte Wohnungsunternehmen an der Aufstockung ihres Wohnungsbestandes gehindert werden. Sie fordert deshalb die Entwicklung eine Bodenbevorratungstrategie durch die Stadt. Ertl verweist dabei auf das Modell der Stadt Ulm, diese wende das kommunale Vorkaufsrecht konsequent an. Wie Zahlen belegen würde der Anstieg der Bodenpreise wirksam eingedämmt. Sozialen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften könnten dadurch günstigen Boden erwerben oder über das sogenannte Erbbaurecht pachten. Auch Investoren könnten diesen Boden erwerben die Stadt kann aber dann durch eine Konzeptvergabe für bedarfsorientierte Bauprojekte sorgen.

Bürgermeister Kandidat Josef Ilsanker ergänzt, dass weitere wohnungspolitische Steuerungselemente wie eine Erhaltungs- und eine Zweckentfremdungssatzung die kommunale Wohnungspolitik ergänzen und vor allem den Mietenanstieg in der Innenstadt entgegenwirken würden. Das Spitzenduo der Passauer Linken betont, dass auch die städtische Tochter, die Wohnungs- und Grundstücksgesellschafft Passau ihre Hausaufgaben machen müsse und konsequent in neuen bezahlbaren Wohnraum investieren muss.