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Passau - verfügbares Einkommen sinkt

Landesregierung versagt bei Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse

 

Nach der Veröffentlichung der Studie der Hans Böckler Stiftung zu den verfügbaren Einkommen in Deutschland zeigen sich auch in Bayern erhebliche regionale Unterschiede. Dazu erklärt der geschäftsführende Landesvorstand der Linken Bayern und Passauer Kreisvorsitzende, Josef Ilsanker: „Bundes- und Landesregierung versagen bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Besonders die Landkreise Freyung Grafenau, Regen und Passau gehören mit einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 20.573 Euro zu den Schlusslichtern. Deutschlandweit beträgt der der Durchschnittswert 23.295 Euro. Obwohl die niederbayerischen Gemeinden zugelegt haben, liegen sie im bayerischen Vergleich sage und schreibe 14.400 Euro hinter dem Spitzenreiter, dem Landkreis Starnberg.  In der Stadt Passau ist die Situation noch dramatischer. Hier sank seit 2000 das verfügbare Einkommen auf 20.730 Euro. Bayernweit belegt Passau damit den  fünftletzten Platz, und liegt nur knapp vor Hof, Freyung Grafenau, Regen und dem bayerischen Schlusslicht Augsburg.“
 
Josef Ilsanker weiter: „die massiven regionalen Unterschiede zeigen, dass die Landesregierung strukturpolitisch mehr in den ostbayerischen Raum und vor allem in den Bayerischen Wald investieren muss.  Für Passau gilt es zudem seine Hausaufgaben zu machen. Angesichts der hier stark steigenden Mieten verschärft sich die Situation, wenn man bedenkt, dass diese vom gesunkenen Verfügbaren Einkommen bestritten werden müssen und dadurch die Kaufkraft der Menschen „aufgefressen“ wird. Wir brauchen eine konsequente Wohnungspolitik, die dem Mietenanstieg entgegenwirkt, u. a. heißt das, eine deutlich stärkere Förderung des sozialen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Außerdem brauchen wir in Passau einen Aktivpass, der Menschen mit Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze (Single 1050 Euro pro Monat) die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht und durch vergünstigte Buspreise deren Mobilität gewährleistet.
 
 
LINK zur Studie: https://www.boeckler.de/wsi_118958.htm