Zum Hauptinhalt springen
Josef Ilsanker steht an Rednerpult vor dunklem Hintergrund

Passauer Land: ein Viertel der Vollzeitbeschäftigten schuften im Niedriglohnbereich.

17,6 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Passau von Niedriglohn betroffen


Eine Anfrage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hat ergeben, dass in Bayern jeder sechste Vollzeitbeschäftigte unterhalb der Niedriglohnschwelle arbeitet. Auch in Passau ist die Situation dramatisch. Josef Ilsanker, Kreisvorsitzende der LINKEN in Passau erklärt hierzu: „Die Erfolgsmeldungen am Arbeitsmarkt verkehren sich bei genauerer Betrachtung in ihr Gegenteil. Wenn von 38.416 Vollzeitbeschäftigten im Lkr. Passau (ohne Stadt) 24,5 Prozent zum Niedriglohn schuften, dann muss die Politik handeln. Niedriglöhne sind einer der Gründe, warum die Zahl der Beschäftigten, welche einem Nebenjob nachgehen, im Landkreis um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 6902 angestiegen ist. Die Entwicklung in der Stadt zeigt eine ähnliche Tendenz auf. Hier sind 17,6 Prozent der 23888 Vollzeitbeschäftigten von Niedriglöhnen betroffen. Die Zahl der Menschen, die einem Nebenjob nachgingen, stieg um 4 Prozent auf 3295 Menschen.
Josef Ilsanker weiter: „Dieser Befund ist nicht nur für alle betroffenen Beschäftigten eine individuelle Katastrophe, sie birgt auch gesellschaftlich gewaltigen sozialen und politischen Sprengstoff. Wir müssen Hartz IV abschaffen, weil die Hartz-Gesetzgebung den Druck auf die Löhne wesentlich verschärft hat. Im Interesse der Menschen, des sozialen Zusammenhalts und der politischen Stabilität brauchen wir einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro. So bekämpfen wir Armutslöhne, sichern soziale Teilhabe und geben den Menschen wieder eine Perspektive.