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Josef Ilsanker, designierter Bundestagskandidat im Wahlkreis Passau

„Pflege und Gesundheit in der Krise“ – Online-Veranstaltung der Passauer LINKEN zum Zustand des Gesundheitssystems

Auf Einladung des designierten Passauer Bundestagskandidaten der LINKEN, Josef Ilsanker, diskutierte der Bezirksrat der LINKEN im schwäbischen Bezirkstag, Frederik Hintermayr, mit den Zuschauern der Online-Veranstaltung „Pflege und Gesundheit in der Krise“ am Montagabend (22.02.2021) über den Zustand des Gesundheitssystems. Hintermayr ist ausgebildete Pflegefachkraft und Pflegedienstleitung und vertritt seine Partei seit 2013 im Bezirkstag. In Augsburg ist er seit mehreren Jahren kommunalpolitisch aktiv und bewirbt sich 2021 für den Einzug in den Bundestag. Er wolle dort den Beschäftigten des Gesundheitswesens eine laute und deutliche Stimme geben.

Er sagt: „Die Corona-Pandemie zeigt sich wie ein Brennglas und führt uns die Überlastung des Gesundheitssystems drastisch vor Augen. Die Beschäftigten wurden beklatscht, bejubelt, mit Schokolade und in Passau auch Plätzchen beschenkt und am Ende doch im Regen stehen gelassen.“ Doch die Situation sei nicht nur für die Beschäftigten katastrophal, sondern auch eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft. Die Gesundheitspolitik der letzten Jahre habe massive Ungleichheiten geschaffen und verfestigt, ist sich Hintermayr sicher. „Wer arm ist, ist häufiger krank und stirbt früher! Gleichzeitig machen Pharmaindustrie und Krankenhauskonzerne Milliardengewinne. Gesundheit darf nicht weiter zu einem Markt verkommen, auf dem die Profite mehr zählen als die Menschen“, so Hintermayr weiter.

Der designierte Bundestagskandidat der LINKEN und Passauer Stadtrat Josef Ilsanker erklärte: „Bereits vor der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass das Profitdenken im Bereich Gesundheit und Pflege zu Lasten der Beschäftigten und Patienten geht. Die Corona-Pandemie hat dies nun auf dramatische Weise verdeutlicht und gerade jetzt zeigt der Personalmangel seine dramatischen Folgen.“ Ilsanker zieht eine bittere Bilanz: „Wir fahren auf Verschleiß und das schon seit Jahren.“ Dies zeige sich auch bei der durchschnittlichen Verweildauer von gelernten Pflegefachkräften in ihrem Beruf – diese liege in der Krankenpflege bei 13 Jahren und in der Altenpflege gar nur bei sieben Jahren. Für Ilsanker sind diese Zahlen „dramatisch“. Um dies zu ändern, also Pflegeberufe wieder attraktiver zu machen und die Gesundheitsversorgung zu verbessern, liege der Grundschlüssel in einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dies sei zu erreichen durch eine neue Personalbemessung und damit mehr Pflegepersonal und eine gute Bezahlung nach Tarifvertrag. Zudem müsse die Kranken- und Pflegeversicherung umgebaut werden in solidarisch finanzierte Bürgerversicherung, in der alle einzahlten – vom Angestellten über den Manager bis hin zum Abgeordneten. „Gesundheit ist nichts, was vom Geldbeutel oder Kassenlage der öffentlichen Haushalte abhängen darf. Daher braucht es eine solidarische Gesundheitsversicherung und dafür wird DIE LINKE auch weiterhin kämpfen“, so Ilsanker.