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Meike Fromm (li.) und Josef Ilsanker.

„Sparmaßnahmen im Windschatten der Corona-Pandemie“ – Fotoaktion der Passauer LINKEN gegen Stellenabbau bei H&M

Mit einer Fotoaktion vor der H&M-Filiale in der Bahnhofstraße hat die Passauer LINKE am Mittwoch (03.02.2021) auf die Sparpläne des Modekonzerns aufmerksam gemacht. Das Unternehmen plant einen massiven Stellenabbau, von dem vor allem junge Mütter, Langzeiterkrankte und Schwerbehinderte betroffen wären. Diese sollten in einem sogenannten „Freiwilligenprogramm“ um einen Aufhebungsvertrag bitten und fänden sich nicht genug Freiwillige, sollten betriebsbedingte Kündigungen folgen. Davon betroffen sind zum größten Teil Frauen, da die Beschäftigung im Einzelhandel immer noch weiblich dominiert ist. Für DIE LINKE ist das Vorgehen des Modekonzerns nicht hinnehmbar.

„Es ist indiskutabel, dass H&M die Corona-Pandemie dafür ausnutzt, auf dem Rücken von Müttern, Kranken und Schwerbehinderten massiv Stellen abbauen zu wollen, um den eigenen Profit zu steigern. Es geht hierbei um nicht weniger als die Existenz hunderter Mitarbeiter*innen und ihrer Familien. H&M muss seiner Verantwortung als sozialer Arbeitgeber, als den sich das Unternehmen selbst gerne immer wieder darstellt, gerecht werden, statt schamlos im Windschatten der Pandemie soziale Standard derart zu vernichten“, erklärt Kreisvorstandsmitglied Meike Fromm, die die Aktion der LINKEN gemeinsam mit dem designierten Passauer Bundestagskandidaten und Stadtrat Josef Ilsanker organisierte.

DIE LINKE Passau unterstütze daher auch die Petition mit dem Titel „H&M muss sein öffentliches Versprechen zu konstruktiven Arbeitsbeziehungen einhalten!“, die die Gewerkschaft ver.di gestartet hat. „Wir rufen alle Passauer*innen dazu auf, die Kolleg*innen in ihrem Kampf um faire und soziale Arbeitsbedingungen zu unterstützen“, so Fromm. „Es kann nicht angehen, dass sich ein Konzern, der trotz der Corona-Einschränkungen im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 203 Millionen Euro erzielt hat, mit einem zutiefst frauenfeindlichen und sexistischen Sparprogramm derer entledigen will, die aufgrund der Pandemie ohnehin schon schwer getroffen sind.“ Es liege nun an H&M zu zeigen, dass man sich nicht nur in Hochglanzprospekten als sozialer Arbeitgeber in Szene setzt, sondern sich auch den Mitarbeiter*innen gegenüber entsprechend verhält. Dazu gehöre, Frauen in Elternzeit und berufstätigen Müttern familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen, anstatt ihre Doppelbelastung als Schwäche auszunutzen.