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Stadtrat Josef Ilsanker

Stadtrat soll sich mit Beschäftigten solidarisieren - Stadtrat soll sich mit einem Appell für faire und wertschätzende Tarifverhandlungen aussprechen

Anlässlich der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes hat Linken Stadtrat Josef Ilsanker für die nächste Stadtratssitzung einen Antrag eingereicht. Die Stadträt*innen sollen sich mit einem Appell an den Verhandlungsführer des kommunalen Arbeitgeberverbandes, Ulrich Mädge, wenden und sich für faire und wertschätzende Tarifverhandlungen aussprechen. Dazu erklärt Ilsanker: „Wir befinden uns in einer Pandemie und niemand will während einer möglichen zweiten Welle langwierige Streiks. Keiner will nach dem Lockdown, dass Kitas oder Kliniken bestreikt werden und deshalb hat die Gewerkschaft Ver.di auch angeboten, diese Tarifrunde zu verschieben. Leider wurde dies vom kommunalen Arbeitgeberverband (VKA) abgelehnt. Wenn man die Aussagen von Hr. Mädge betrachtet, muss man davon ausgehen, dass dieser die Corona-Krise nutzen will, um Verschlechterungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und damit für die Beschäftigten der Stadt Passau durchzusetzen. Dies obwohl die Beschäftigten noch im Frühjahr als Systemrelevant bezeichnet und mit Applaus bedacht wurden. Damit sollen diejenigen, die während des Lockdowns an vorderste Front standen und das Land und unsere Stadt am Laufen hielten nun die Krise zahlen.“  Ilsanker erklärt, dass mit diesem Appell der Stadtrat klar machen solle, dass er wisse, was z.B. Stadtgärtnerei, Klinikbeschäftigte, Verwaltung, Bauhof und die vielen andere Bereiche für unsere Stadtgesellschaft leisten. Da sich niemand was von warmen Worten allein kaufen könne, müsse sich diese Wertschätzung im Tarifabschluss widerspiegeln.

Der Linken Politiker fügt an, dass der VKA seit langem einen Fachkräftemangel beklage aber gleichzeitig die Gehälter im öffentlichen Dienst der Lohnentwicklung vieler anderer Branchen hinterherhinke. Es gäbe also bei den Arbeitgebern noch keine Einsicht, dass gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung das beste Rezept gegen Fachkräftemangel seien. „Wer Fachkräfte halten bzw. gewinnen will, muss diese auch dementsprechend bezahlen“, so Ilsanker abschließend.

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