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Ilsanker Josef

WGP muss bezahlbaren Wohnraum schaffen statt Bankkonten füllen

WGP muss Vorreiter für bezahlbares und klimafreundliches Wohnen werden

Zur Veröffentlichung der WGP Geschäftszahlen in der PNP erklärt Josef Ilsanker, Kreisvorsitzender der Linken Passau: „ die Entwicklung bei der WGP ist auf den ersten Blick sehr erfreulich, besonders wenn man sich an die Fusion der Wohnungsaufbau mit der verschuldeten Grundstücksgesellschaft erinnert und daran welche Lasten die WGP und ihre Mieterinnen und Mieter zu stemmen hatten. Der aktuell erwirtschaftete Überschuss kommt aber auch dadurch zustande, dass die WGP Wohnungen ohne Heizung vermietete bzw. in mehreren Wohnungen keine modernen und damit klima- freundlichen Heizungsanlagen stehen. Hier muss die städtische Tochter dringend investieren, ohne im Anschluss die Mieterinnen und Mieter zu belasten. Geld ist ja da!

Fakt ist auch, der Wohnungsbestand der WGP schrumpft. Laut PNP Bericht vom 14.8.2008 lag damals der Wohnungsbestand bei 1720, heute sind es 1671 Wohnungen. In Zeiten der rasant steigenden Mieten und des Klimawandels muss die WGP aber zum Vorreiter im Bereich des bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnens werden. Der aktuelle Bau von 27 „Sozialwohnungen“ ist in Anbetracht des Mangels an bezahlbarem Wohnraum nur ein Tropfen auf den heißen Stein und keine Offensive zur Schaffung günstiger Wohnungen. Ein kleines Beispiel belegt was möglich wäre. Mit den Gewinnrücklagen von 24 Millionen könnte man z.B. einen Wohnungsbau in Höhe von 120 Millionen finanzieren, bei durchschnittlich 3600 Euro pro Quadratmeter Wohnraum wären das 33 000 Quadratmeter Wohnfläche, also gut 460 Wohnungen.
DIE LINKE will einen städtischen Wohnungsbau, die ihren sozialökologischen Aufgaben gerecht wird, anstatt die Gewinne auf ihren Bankkonten lagert. Wer den rasant steigenden Mieten entgegenwirken will, muss denen, die die Mieten nach oben treiben, die Zähne zeigen.