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Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: „Gedenken ist mehr als das Bewahren von Erinnerung“

Zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, erklärt Dennis Neubert, Kreisvorsitzender der Passauer LINKEN:
„Am 27. Januar gedenken wir der Vernichtung von Millionen Menschen durch den Faschismus. Die Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden, Kommunistinnen und Kommunisten, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, Sinti und Roma, linke Intellektuelle und Andersdenkende.“

Das Gedenken an das düsterste Kapitel der deutschen Vergangenheit sei mehr als das Bewahren von Erinnerung. Es sei zugleich Bestandteil gelebter Demokratie. Auschwitz und die Verbrechen der Nazis dürften niemals in Vergessenheit geraten. „Die Machtübernahme der Nazis geschah nicht über Nacht: über Jahrzehnte wurden antisemitische Diskurse geführt und salonfähig gemacht. Die NSDAP wurde gezielt als demokratiefeindliche Massenpartei aufgebaut und die schleichende Diskriminierung mündete schließlich in offener radikaler Ausgrenzung“, so Neubert.

Die Erinnerung verweise alle, die zu Demokratie und der Unveräußerlichkeit der Menschenrechte stehen, zugleich auf die Gegenwart. Um Neofaschismus, Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen, müssten die zivilgesellschaftlichen Strukturen gestärkt und die Orte der Erinnerung erhalten und gefördert werden. Dazu Neubert: „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, sensibel, kritisch und wachsam zu sein. Wir dürfen und werden nicht zulassen, dass Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz unsere freie Gesellschaft vergiften. Die Auseinandersetzung mit dem Faschismus und den Ideologien der extremen Rechten bleibt für DIE LINKE ein entscheidender Punkt im Kampf gegen den Antisemitismus, auch hier bei uns in Passau. Daher werden wir uns auch weiter dafür einsetzen, dass endlich die Max-Matheis-Straße umbenannt wird. Straßennamen zählen zum öffentlichen Raum und beeinflussen das Alltagsbewusstsein. Dass über 75 Jahre nach der Niederlage Nazi-Deutschlands immer noch Straßen nach Tätern benannt sind, ist ein unerträglicher Zustand und eine Verhöhnung der Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Dies muss nun endlich korrigiert werden.“