LINKE fordert Armutsbericht für Passau
Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband hat die Zahl der Menschen, die in Armut leben müssen, mit 11,3 Prozent einen historischen Höchststand erreicht. Passau macht hier keine Ausnahme, wie der PNP Artikel „ In Passau versteckt sich die Armut hinter geschlossenen Türen“ vom 20.2.2015 zeigt. Dazu erklärt der Kreisvorsitzende der Passauer Linken Josef Ilsanker: „Immer mehr Menschen in Passau sind von Armut betroffen und brauchen Hilfe z.B. durch die Tafel. Die Menschen sind aber auch von der Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Stadt ausgeschlossen. Die LINKE. Passau forderte deshalb bereits 2014 in ihrem Programm für Passau einen Stadtpass für Menschen, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt.
Der Stadtpass soll den Betroffenen die Möglichkeit für vergünstigte Bustickets und Eintritte in öffentliche Einrichtungen ermöglichen. Bei Kulturveranstaltungen, die von der Stadt gefördert werden, sollen die BesitzerInnen eines Stadtpasses ebenfalls vergünstigte Eintritte erhalten. Vor allem finanzschwache Haushalte mit Kindern würden so entlastet und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert.
Der Artikel in der Passauer Neuen Presse zeigt ein weiteres Problem: Die Zahl der Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, steigt und wird in den nächsten Jahren durch die Absenkung des Rentenniveaus noch deutlicher zunehmen. Altersarmut zeigt sich kaum öffentlich, da viele Menschen aus Scham und dem Gefühl der Entwürdigung keine Hilfe beantragen. „DIE LINKE fordert deshalb die Erstellung eines jährlichen Armutsberichtes, damit verlässliche Zahlen erfasst werden und so sinnvolle, gezielte Hilfsangebote entwickelt werden können,“ so Josef Ilsanker abschließend
