Linke Passau unterstützt weiterhin streikende Busfahrer*innen
Der Kreisverband Passau der Partei Die Linke unterstützt weiterhin die Forderungen von ver.di in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr.
Um Solidarität zu zeigen, besuchten die neu gewählten Stadträt*innen Nika Kolitz und Phillip Dafinger sowie Kreisvorsitzender Johannes Kloos am Donnerstag Morgen die streikenden Busfahrer*innen auf dem Betriebshof in Passau.
„Die Tarifverhandlungen sind festgefahren, weil die Arbeitgeberseite noch immer kein faires Angebot vorgelegt hat. Auch die Busfahrer*innen spüren die steigenden Preise im Supermarkt. Daher ist es umso wichtiger, dass ihre Löhne endlich angehoben werden,“ so Nika Kolitz, die selbst Vorstandsmitglied im Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist. Aus der Gewerkschaftsarbeit an der Universität kennt sie das Problem, dass die Arbeitgeberseite mit Verweis auf fehlende Gelder kein faires Angebot vorlegt.
Phillip Dafinger, gewerkschaftlich in der NGG organisiert, ergänzt:
„Leider ist der Streik im Nahverkehr notwendig. Wir brauchen endlich eine nachhaltige öffentliche Finanzierung des ÖPNV. Dafür müssen wir an die Vermögen der Superreichen ran. Es ist Zeit für die Reaktivierung der Vermögenssteuer. Wenn wir auf jeden Euro Arbeit Steuern zahlen, dann müssen auch extreme Vermögen ihren Beitrag leisten,“ so Dafinger.
Im Austausch mit den Busfahrer*innen sei klar geworden, dass die Stadt jetzt handeln und investieren muss, um die Arbeitsplätze der Busfahrer*innen langfristig zu sichern. Verlören die Stadtwerke den Zuschlag für den Busverkehr bei der nächsten Ausschreibung, kämen auf die Menschen in Passau erhebliche Preissteigerungen im Busverkehr zu.

