LINKE solidarisiert sich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Uni Passau

Personalkürzungen an der Philosophischen Fakultät sind nicht hinnehmbar

An der Philosophischen Fakultät der Universität Passau besteht die Gefahr, dass 13 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Stellen verlieren könnten. Die ohnehin schon prekäre Situation der Beschäftigten und damit auch Lehre und Forschungwürden in einem bishernoch nicht bekannten Ausmaß verschlechtert. Der Lehrbetrieb wird schon jetzt angesichts der ständig steigenden Zahl an Studentinnen und Studenten zu einer Farce.

Dazu erklärt Martin Ascher, stellvertretender Kreisvorsitzender der Linken Passau und Student an der Uni Passau: „Die zunehmende Ökonomisierung der Hochschule wird hier besonders deutlich: während die als verwertbar geltenden Fakultäten mit Drittmitteln von Unternehmen gestützt werden und sich somit dem Primat der Wirtschaft unterordnen, darbt die Philosophische Fakultät seit Jahren. Die Landesregierung hält es nicht für nötig, eine ordentliche Ausfinanzierung der Hochschulen sicherzustellen. Das bekommen nun die Beschäftigten an der Uni Passau zu spüren.“

Diese Systematik kann nur durchbrochen werden, wenn die bayerische Staatsregierung endlich umdenkt. Auch die Passauer Universitätsleitung ist in der Pflicht: sie muss ihre zweifelhafte Personalpolitik überdenken und energisch für eine bessere Ausfinanzierung eintreten. Neue „Technik-Plus“-Lehrstühle sind nur eine vorgeschobene Lösung für ein Problem, dass weiterbestehen würde.

Dazu Martin Ascher abschließend: „Um einen Paradigmenwechsel herbeizuführen sind jetzt alle an der Uni Passau gefragt: die Studentinnen und Studenten als auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, egal ob in der Verwaltung, Forschung oder Lehre. Denn auf ihrer aller Rücken wird weiter die Ökonomisierung der Hochschule vorangetrieben. Die geplanten Stellenstreichungen durch energischen Protest zu verhindern ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.