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Linke Passau kritisiert Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag

Jakob Hagenberg
Pressemitteilungen

Der Kreisverband der Linken Passau kritisiert die von der Bundesregierung geplanten Änderungen bei der Krankschreibung. Geht es nach der schwarz-roten Bundesregierung, müssten Arbeitnehmer*innen zukünftig ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

„Wie überall in Deutschland werden diese Maßnahmen auch in Passau zu einer massiven Überbelastung der Arztpraxen führen. Damit wird es für alle Menschen noch schwerer, zeitnah einen Arzttermin zu bekommen als es ohnehin schon ist. Merz nimmt uns wortwörtlich die Arzttermine weg“, so Verena Hartmann, Stadträtin der Passauer Linken. Auch die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung bedeute einen zusätzlichen Aufwand und steigere das Erkrankungsrisiko. Hartmann weiter: „Wenn sich alle wegen einer Erkältung stundenlang ins Wartezimmer setzen müssen, schadet das der eigenen Genesung und steigert das Ansteckungsrisiko aller anderen.“

Besonders im Landkreis würde die Änderung die ärztliche Versorgung weiter verschlechtern. „Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Migräne werden gezwungen, sich in den Bus oder gar selbst ans Steuer zu setzen, anstatt sich zuhause zu schonen. Das ist nicht nur eine sinnlose Belastung unseres Gesundheitssystems, sondern auch rücksichtslos gegenüber den Erkrankten“, so Claudia Zöls, Kreisrätin der Linken Passau im Passauer Kreistag. „Die Regelung löst kein einziges Problem, aber schafft viele neue.“

Der Kreisverband lehne das Vorhaben ab, ebenso wie die anderen „Reformen“ der Bundesregierung,  die einen sozialen Kahlschlag bedeuten und das Leben für alle schlechter machen würden. Es seien weitere Demonstrationen und die Unterstützung der Gewerkschaften beim Kampf für ihre Beschäftigen geplant. Auch die Zivilgesellschaft wehre sich bereits, wie beispielsweise eine Petition auf der Plattform weact zeige, die sich gegen die Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag ausspricht und bereits über 200.000 mal unterschrieben wurde (https://weact.campact.de/petitions/keine-krankschreibung-ab-dem-ersten-tag-chronisch-kranke-menschen-und-arzt-innen-entlasten).

„Wir werden mit großem öffentlichen Protest zeigen, dass sich die Menschen in Passau nicht mit der durch die Regierung erzeugten Verschlechterung ihres Lebens abfinden und dagegen kämpfen werden. Daher rufen wir auch zur Kundgebung des DGB am 26.09. in Nürnberg auf und werden auch in Passau gegen den Sozialabbau protestieren“, so Verena Hartmann, Stadträtin der Linken Passau.
 

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