Die Linke Passau unterstützt die Streikenden des öffentlichen Dienstes und ihre Forderungen nach fairen Lohnerhöhungen im TV-L.
Der Kreisverband der Linken Passau unterstützt die Streikenden des öffentlichen Dienstes und ihre Forderungen nach fairen Lohnerhöhungen im TV-L.
Am Mittwoch nahmen die Spitzenkandidat*innen für die Stadtratswahl sowie OB-Kandidatin Nika Kolitz an der Streikkundgebung der Gewerkschaften GEW, Verdi und der GdP teil.
„Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Passau weiß ich, wie schlecht die Arbeitsbedingungen sind. Eine immer höhere Arbeitsbelastung, Kürzungen an der Uni und Gehälter, die nicht einmal die Inflation ausgleichen. Es ist eine Frechheit, dass die Tarifgemeinschaft der Länder kein ernst zu nehmendes Angebot vorlegt,“ so Nika Kolitz, OB-Kandidatin für Die Linke und Mitglied im Vorstand der GEW Passau.
Auch für studentische Beschäftigte sieht es düster aus. So weigern sich die Länder, einen TV Stud abzuschließen und wollen studentische Beschäftigte mit Gehältern knapp über dem Mindestlohn abspeisen. Maximilian Wimmer, der für Die Linke auf der Stadtratsliste kandidiert, sitzt für Ver.di in der Verhandlungskommission. Dort hatten die Vertreter der Länder angedroht, weiter im Bildungs- und Hochschulbereich zu sparen, wenn das Uni-Personal und studentische Beschäftigte höhere Gehälter durchsetzen.
Auch die Busfahrer*innen, die bei den Stadtwerken beschäftigt sind, werden bald streiken. Dies wird bundesweit am selben Termin sein. Verdi fordert für Busfahrer*innen im TV-Nahverkehr eine Lohnerhöhung um 668€ im Monat, um die Lücke zum TV-Versorgung zu schließen sowie eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden.
„Unsere volle Solidarität gilt unseren Busfahrer*innen. Sie sorgen dafür, dass Tausende Menschen in Passau mobil sind, sie arbeiten morgens früh und abends spät. Sie verdienen einen höheren Lohn und sichere Arbeitsbedingungen. Im Stadtrat werde ich mich dafür einsetzen, dass die Stadt die nötigen Investitionen tätigt, um die Arbeitsplätze bei den Stadtwerken zu sichern. Wir werden in die Menschen investieren, die sich jeden Tag für die öffentliche Daseinsvorsorge einsetzen. Es kann nicht sein, dass unsere Busfahrer*innen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssen, weil am ÖPNV gespart wird“, so Phillip Dafinger, Listenplatz 2 und stellvetretender Kreisvorsitzender des DGB Passau.
Im Stadtrat wollen die Linken sich für die Rechte von Arbeitnehmer*innen stark machen. So will Die Linke, dass die Stadt Aufträge nur an Unternehmen vergibt, die ihre Angestellten nach Tarifvertrag bezahlen.
„Als Linke stehen wir an der Seite der Arbeitnehmer*innen. Jeder, der für die Stadt arbeitet, soll mindestens 16€ pro Stunde verdienen. Als Gewerkschafterin ist es mir ein Herzensanliegen, dass Arbeitnehmerrechte gestärkt werden und niemand für einen Hungerlohn arbeiten muss. Wir werden auf die Angestellten im öffentlichen Dienst hören und ihre Gestaltungsideen als Grundlage für unsere Politik nutzen,“ so Verena Hartmann, Listenplatz 3 und hauptamtliche Gewerkschafterin

