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Mietenwahnsinn erreicht Passau – Die Linke Passau fordert radikalen Kurswechsel

Jakob Hagenberg
Pressemitteilungen

Wohnen in Passau wird immer mehr zum unbezahlbaren Luxus. Das belegen die aktuellen Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke (BT-Drucksache 21/5973). Demnach kletterten die durchschnittlichen nettokalten Angebotsmieten im Internet in Passau im Jahr 2025 auf mittlerweile 10,61 Euro je Quadratmeter. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 7,76 Euro.

Besonders dramatisch: Laut den offiziellen Regierungsdaten müssen in Bayern bereits 33 Prozent aller Mieterhaushalte mindestens ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufbringen – 16 Prozent der Haushalte werden sogar mit einer Mietbelastung von über 40 Prozent komplett erdrückt. Gleichzeitig schrumpft der Bestand an echten Sozialwohnungen im Freistaat seit Jahren kontinuierlich.

Hierzu erklärt Reja Kayko, Kreisvorsitzende:

„Wohnen ist auch bei uns in Passau zur größten sozialen Existenzfrage geworden. Die Preise fressen die Löhne der Menschen förmlich auf. Ein solcher Wohnungsmarkt vertreibt die Menschen aus ihrem vertrauten Wohnumfeld. Das Problem wird sich nicht durch noch mehr Alibi-Bürokratieabbau für Luxussanierer lösen. Der Markt vermag es ganz offensichtlich nicht, angemessenen Wohnraum für die Menschen bereitzustellen. Es ist die Pflicht des Staates, das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum mit harten Regeln durchzusetzen.“

Die Linke fordert für Passau und auf Bundesebene einen sofortigen, radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Dazu gehören ein gesetzlicher Mietenstopp, das strikte Verbot von Indexmieten sowie massive staatliche Investitionen. „Die Bundesregierung muss endlich Geld in die Hand nehmen für kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften vor Ort, um Wohnraum dauerhaft in öffentlicher Hand zu sichern und der Spekulation zu entziehen. Der Immobilienlobby gehört ein Riegel vorgeschoben“, so Nika Kolitz, Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat abschließend.

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