Nika Kolitz ist OB-Kandidatin der Linken in Passau
Die Kreisvorsitzende der Linken Passau, Nika Kolitz, ist OB-Kandidatin für die Stadt Passau. Am Mittwoch Abend wurde die Juristin bei der Aufstellungsversammlung im Büro der Linken einstimmig gewählt.
In ihrer Vorstellungsrede zeigte Kolitz auf, was Die Linke in den letzten Monaten erreicht hat. So hätten sich die Mitgliedszahlen im Kreisverband seit Ende 2023 mehr als vervierfacht, ein Bundestagsmandat sei gewonnen worden und die Buskürzungen seien dank einer Petition der Linken gestoppt worden. Außerdem gebe es viele weitere Aktive, die mit Kolitz zusammen eine Rat-und-Hilfe-Sprechstunde anbieten. In der Sprechstunde können Menschen, die Ärger mit dem Vermieter, dem Arbeitgeber oder den Behörden haben, Hilfe bekommen.
Weiter betonte Kolitz, dass sie als Kandidatin eine einzigartige Perspektive mitbringe.
„Ich bin jung, ich bin politisch erfahren und ich habe in Passau politisch schon einiges bewegt. Die Themen, für die wir uns einsetzen, betreffen auch mich persönlich: Ich habe kein Auto und bin auf einen guten Busverkehr angewiesen. Ich bin Mieterin und weiß, wie es ist, wenn die Miete erhöht wird oder es Ärger mit dem Vermieter gibt. Ich habe mich beim Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung jahrelang für eine bessere Versorgungslage mit Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt. Ich bin queer und habe den ersten CSD Passaus mitorgansiert und organisiere auch dieses Jahr den CSD wieder mit“, so Kolitz.
Als Juristin mit dem Schwerpunkt Strafrecht und Menschenrechte wisse sie aus ihrer beruflichen Erfahrung, wie ungerecht Behörden gegenüber Menschen sein können, die arm sind und die keine Lobby haben.
Ihre politischen Schwerpunkte setzt Kolitz daher genau bei diesen Themen. Die Linke habe einen Plan, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gegen zu hohe Nebenkosten vorzugehen. Um den Busverkehr zu verbessern, werde ein Bürgerbegehren gestartet. Darüber hinaus werde sich Die Linke dafür einsetzen, dass am städtischen Klinikum endlich Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Als weitere Schwerpunkte nannte Kolitz eine klimaresiliente Stadt und die Stärkung von Arbeitnehmer*innenrechten.
Mit 27 Jahren ist Kolitz vermutlich die jüngste OB-Kandidatin in der Geschichte Passaus.
„Die nächsten Monate möchte ich gerne mit euch zusammen zeigen, dass wir ein besseres, ein solidarischeres Passau gestalten können. Im Gespräch mit den Menschen und mit unseren Aktionen, die Menschen konkret helfen“, schloss Kolitz ihre Rede.
Auch der Passauer Bundestagsabgeordnete Luke Hoß freut sich: „Nika Kolitz wäre eine hervorragende Oberbürgermeisterin.“ Luke Hoß und Nika Kolitz waren für knapp ein Jahr gemeinsam Kreisvorsitzende, bis der 23-jährige das Bundestagsmandat antrat. „Sie weiß nicht nur wo der Schuh in Passau drückt, sondern steht den Menschen auch immer mit einer ausgestreckten Hand zur Seite.“
Zuvor hatte sich der Passauer Kreisvorstand für Kolitz einstimmig als OB-Kandidatin ausgesprochen.
„Mit Nika Kolitz schicken wir eine herausragende Juristin ins Rennen, die sich glaubhaft für die Belange der Passauer*innen einsetzt, die auf bezahlbaren Wohnraum und einen guten ÖPNV angewiesen sind. Ich freue mich auf den Wahlkampf,“ so Johannes Kloos, Kreisvorsitzender der Linken in Passau und Leiter der Aufstellungsversammlung am Mittwoch.

