Wasserpreiserhöhung empört Linke
Der Kreisverband der Linken in Passau kritisiert die Stadtwerke für die angekündigte Preiserhöhung für die Wasserversorgung. Laut Mitteilung der Stadtwerke soll zum 1. November im Passauer Stadtgebiet der Grundpreis um 42% steigen und die Verbrauchsgebühren um 26%. Dadurch erhöhen sich die ohnehin hohen Mietnebenkosten, insbesondere für Menschen mit niedrigem Einkommen, die besonders davon betroffen sind.
„Die Stadtwerke begründen die Preiserhöhung mit ihrer schwierigen Finanzsituation. Ja, auch die Stadtwerke müssen wirtschaftlich handeln. Sie sind allerdings dem Gemeinwohl verpflichtet. Daher ist es verwunderlich, dass zwar einerseits die Preise erhöht werden, aber andererseits für den – inzwischen zurückgetretenen - Geschäftsführer, Dr. Stephan Prechtl, nicht nur eine, sondern zwei Pressesprecher*innen arbeiten,“ erklärt Nika Kolitz, OB-Kandidatin der Linken Passau.
Auch weitere Stellen seien in letzter Zeit geschaffen worden, die nicht unbedingt nötig sind.
„Angesichts der steigenden Preise für die Passauer*innen fordern wir den Aufsichtsrat auf, zu intervenieren. Was sagt OB Jürgen Dupper als Aufsichtsratvorsitzender zu den Preissteigerungen? Hat er ihnen stillschweigend zugestimmt? Wir brauchen endlich einen Aufsichtsrat, der seine Kontrollfunktion ernst nimmt“, ergänzt Johannes Kloos, Kreisvorsitzender der Linken Passau.
Gerade bei den geplanten Buskürzungen sei deutlich geworden, dass der Aufsichtsrat seiner Aufgabe nicht zum Wohle der Passauer*innen nachkommt. Erst nach massivem Druck, unter anderem einer Petition der Linken mit über 1.600 Unterschriften, seien die Stadtwerke zurückgerudert.

